Kantine sucht Region - REGIOkantine

Regionale Produkte für die Betriebsgastronomie

Mit dem Projekt  “Kantine sucht Region” soll der Anteil regionaler Lebensmittel in den Küchen mittelfränkischer Betriebskantinen erhöht werden.

Herausforderung hierbei: Die Anforderungen und Bedürfnisse der Betriebsgastronomen und das Angebot der regionalen Anbieter*innen  zusammenzubringen.

Regionale Produkte für Betriebskantinen in Mittelfranken

Vor dem Hintergrund, dass ca. zwei Drittel der Vollzeitberufstätigen mittags nicht zu Hause essen, können die Unternehmen mit der Verpflegung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen großen Beitrag für eine regionale Wertschöpfung und eine wertvolle und nachhaltige Verpflegung leisten.

Von Seiten der Betriebskantinen-Betreiber wird jedoch immer wieder auf ein fehlendes Angebot in passender Qualität, Verpackungsgröße oder Verarbeitungsgrad hingewiesen. Weiterhin sind die Absatzwege und Logistikstrukturen lückenhaft. In den Küchen selbst fehlt es an Fachkräften für die Zubereitung der Mahlzeiten. Mengen- und Preisbündelungen sind für kleine Kantinen im ländlichen Raum kaum möglich und Akzeptanz für höhere Preise auf der Seite der Mitarbeitenden in Kantinen fehlt. Mengen- und Transportbündelungen für günstige Einkaufspreise im ländlichen Ram sind kaum möglich, um der Preissensibilität entgegenzuwirken.

Ziele für die Gemeinschaftsverpflegung:
  • Anbieter*innen regionaler Lebensmittel für die Belieferung von Betriebskantinen gewinnen

  • konkrete Hemmnisse für die Beschaffung regionaler Lebensmittel ermitteln

  • Lösungsmöglichkeiten für erfolgreiche Vernetzung und Zusammenarbeit von regionalen Anbieter*innen und Betriebskantinenverantwortlichen erarbeiten

  • Kooperationen zwischen relevanten Akteuren initiieren, fördern und unterstützen 

Das Projekt leistete einen wichtigen Beitrag zur Ernährungsstrategie des Bundes, die Ende 2023 veröffentlicht werden soll. Zusätzlich zu den Zielen der Politik auf Landes- und Bundesebene, die in der Gemeinschaftsverpflegung einen enormen Einfluss auf die landwirtschaftliche Produktion sieht und damit einen großen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung leisten kann.

Modular aufgebaut, ermittelt und benennt das Projekt das Marktpotenzial für regionale Produkte in Betriebskantinen in Mittelfranken durch eine Erweiterung der Datengrundlage mittels Experteninterviews exemplarisch. Wesentlicher Bestandteil sind auch die Entwicklung von Kommunikationsstrukturen, die die Herkunft regionaler Lebensmittel und Qualität regionaler Produkte transparent machen und so die Akzeptanz erhöhen. Aus den Erfahrungen und Recherchen im Projekt werden Geschäftsmodelle zur Vermittlung regionaler Produkte an Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung konzipiert.



Zukunftsmusik

Aus den Projekterfahrungen aufbauend schließen sich im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung für die Regionalbewegung Folgeprojekte an. 

Neue Ideen und Konzepte für eine nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung

Ziel ist es ein übertragbares Frischeküchenkonzept für eine einfachere Mengen- und Transportbündelung für regionale Erzeugnisse zu erstellen.

Ein weiteres Projekt sieht vor, mit Verpflegungsverantwortlichen in Städten und Gemeinden in Mittelfranken kommunalen Verpflegungskonzepte unter Einbindung von Vereinen, Verbänden, Organisationen und sämtlichen Gemeinschaftsverpflegungseinrichtungen zu erstellen. Neben der Vernetzung der Akteure entlang der Wertschöpfungskette sollen mit gezielten Maßnahmen die Verbraucherbewusstseinsbildung gestärkt werden, um die Nachfrage nach regionalen Erzeugnissen zu steigern. 




Leitfaden für Kantinenbetreiber

Ein im Projekt entstandener Leitfaden mit Handlungsempfehlungen gibt Kantinenbetreibern Hilfestellungen, wie es gelingen kann mehr regionale Lebensmittel in die Speisepläne zu integrieren.

Anbieterübersicht und Handlungsempfehlungen unterstützen Kantinenbetreiber

Trotz großer Herausforderungen gibt es viele wirkungsvolle Ansätze und Empfehlungen Regionalität in Kantinen zu fördern und zu verstärken, um den Mitarbeitenden wertvolle, nachhaltige und gesundheitsfördernde Speisen zu bereiten. Aus den im Projekt recherchierten Erfahrungen wurden Handlungsempfehlungen für Kantinenbetreiber konzipiert, die Anbieterübersicht mit konkreten Hilfestellungen ergänzen. Kantinenverantwortliche und Unternehmen sollen konkret bestärken werden erste Schritte hin zu mehr Regionalität in der eigenen Betriebskantine zu gehen.

REGIOkantine- Datenbank

Die Onlinedatenbank REGIOkantine erfasst geeignete Anbieter und deren Produkte mit den Verarbeitungsgraden und macht diese den Kantinenbetreibern einfach zugänglich.

REGIOkantine-Datenbank macht regionale Wirtschaftskreisläufe transparent

Mit der im Projekt entstandenen Onlinedatenbank REGIOkantine stärkt die Regionalbewegung regionale Wirtschaftskreisläufe und bietet landwirtschaftlichen Erzeugerinnen und Erzeugern sowie handwerklichen Verarbeiterinnen und Verarbeitern eine Plattform ihre für die Gemeinschaftsverpflegung tauglichen Produkte anzubieten. Gleichzeitig erleichtert sie interessierten Kantinenbetreibern die Suche nach für sie geeigneten Lieferanten.
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Mit der neuen REGIOkantine-Infopost werden Akteure aus Gemeinschaftsverpflegung, Betriebskantinen, Cateringunternehmen, Gastronomien sowie landwirtschaftliche Erzeuger- und Verarbeitungsbetriebe mit Wissenswertem zu aktuellen Trends und neuesten Entwicklungen versorgt.


Es wird regional in Mittelfrankens Kantinen

Alle vier bis sechs Wochen erhalten die Leser*innen auf Anbieter- und Nachfrageseite Informationen zu Förderungen und Hilfen, Best-Practice-Beispielen, Saisonalität, Datenbanken und Digitalisierung sowie Veranstaltungshinweise.

Interessierte im Raum Mittelfranken und darüber hinaus können sich nun für die neue Infopost anmelden. Zur Registrierung reicht eine kurze Mail an kantine@regionalbewegung.de. 



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Kontakt:

Bundesverband der Regionalbewegung e.V.
Projektleitung: Florian Krommer
Tel: 09852 - 1381
Krommer@regionalbewegung.de

Förderung:

Das Projekt wird durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) gefördert. Mitfinanziert durch den Freistaat Bayern im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Bayern 2014-2022.


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