Regio.Diskurs.NRW – Netzwerktreffen Landesverband Regionalbewegung NRW e.V. in Dortmund
Regionalisierung der Ernährungswirtschaft: Was wurde erreicht – und was steht jetzt an?
26 Februar, 2026

Beim Netzwerktreffen des Landesverbands Regionalbewegung NRW e.V.  am 26. Februar 2026 im Bürgerhaus Pulsschlag-Dorstfeld kamen Akteure aus ganz Nordrhein-Westfalen zusammen, um Bilanz zu ziehen und gemeinsam in die Zukunft zu blicken.

Was bewegt wurde: Die Idee der REGIOwez – regionaler Wertschöpfungszentren als multifunktionale Knotenpunkte für Wirtschaft, Beratung, Bildung und Beteiligung – ist in NRW und darüber hinaus bekannt. Doch der Weg von der Idee zur Wirkung braucht mehr Tempo.

Was die Forschung sagt: Sophie Buckwitz von der Humboldt-Professur für Nachhaltige Ernährungswirtschaft der Universität Freiburg zeigte in der Vorstellung ihrer Studie zum Strukturwandel in der Lebensmittelverarbeitung in Deutschland eindrücklich: kleine und mittlere Betriebe verlieren Boden. Zwischen 2002 und 2022 verschwanden 44 % der verarbeitenden Unternehmen. Preisdruck, Fachkräftemangel und Regulierungen, die auf Großstrukturen ausgerichtet sind, treiben diesen Wandel. Es braucht einen Kurswechsel.

Was jetzt gebraucht wird: In Workshops entwickelten die Teilnehmenden ein Zukunftsbild NRW 2035 – mit klaren Hebeln: REGIOwez in jeder Region, Ernährung als kommunale Daseinsvorsorge verankern, interministerielle Zusammenarbeit vorantreiben und das Netzwerk zur schlagkräftigen Allianz für regionale Ernährungssysteme weiterentwickeln. Mit dem Projekt „Vom Diskurs zur Wirkung - REGIO.Diskurs.NRW 2.0: Zukunft gestalten", das im April 2026 startet, sieht sich der Landesverband gut aufgestellt, die anstehenden Herausforderungen gemeinsam anzugehen.



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