RegioTester in Bayern

"2-Zwerge Haushalt" aus Feuchtwangen

Einer der RegioTester-Haushalte aus Mittelfranken ist Familie Willecke, die für mehrere Wochen den regionalen Produkten unter dem Namen „2-Zwerge-Haushalt“ auf der Spur war. Der Name verrät bereits die Familienkonstellation. Neben den Eltern Agnes und Michael gehören die 4-jährige Tochter Jule und ihre 1-jährige Schwester Nele zur Familie. Sie leben in einer eher ländlich geprägten Kleinstadt und achten bereits auf eine gesundheits- und umweltbewusste Ernährung. Sie backen den größten Teil ihres Brotes mit Biomehlen aus der Umgebung selbst, nutzen den wöchentlichen Lieferservice einer Gemüsekiste und versorgen sich in den Sommermonaten mit viel Obst und Gemüse aus dem Eigenanbau.

Über zwei Monate haben die Willeckes ihren Einkauf dokumentiert und ihre Einkaufsgewohnheiten kritisch hinterfragt. Die junge Familie hat für sich entschieden: „Unsere Region ist für uns Franken und regional sind für uns Produkte, deren Produzenten landwirtschaftlich und handwerklich „hier“ arbeiten, „hier“ leben und „hier“ auch gut damit wirtschaften können. Aber was tun, wenn ein Produkt nicht regional sein kann, wie zum Beispiel die in ihrem Haushalt unverzichtbaren Kaffeebohnen? „Hier versuchen wir zumindest den örtlichen Einzelhandel zu unterstützen, kaufen unsere bio- und fair-gehandelten Kaffeebohnen in einer kleinen Kaffeerösterei in unmittelbarer Umgebung“, berichtet die Familie. Obwohl sie sich sehr intensiv mit dem Thema Regionalität befasst haben, mussten sie trotzdem feststellen, dass der Kunde viel zu selten nachvollziehen kann, welche Wege ein Produkt wirklich hinter sich hat, bevor es im Einkaufskorb landet. Abhilfe kann da nur ein direktes Gespräch mit Einzelhändlern oder am besten mit dem Produzenten schaffen.

Fazit der RegioTester aus Mittelfranken: „Glaubwürdig regional einzukaufen ist zunächst mühevoll und zeitaufwendig, aber bald kommt Routine ins Spiel und es hat uns unheimlich Spaß gemacht, über die Produkte aus unserer Umgebung mehr zu erfahren und die Menschen, die dahinter stecken, kennen zu lernen. Wir wissen jetzt vieles mehr wertzuschätzen“, betonen die Willeckes.

Insgesamt wünschen sie sich einen intensiveren Austausch über regionale Produkte aus der direkten Umgebung: „Die Menschen müssen viel mehr über regionale Produkte reden und ihr Wissen intensiver teilen, ein beispielsweise durch eine Regionalinitiative örtlich gebündeltes Angebot an regionalen Produkten in einer regionalen Markthalle, das wäre eine vertrauenswürdige Einkaufsquelle und unser Traum.“

 

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