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Handbuch Regionale Produkte in der B2B-Vermarktung

Das dreijährige Projekt des Landestourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern „Baltic Sea Food“, gefördert durch das Interreg Baltic Sea Region Programme, will mehr regionale Produkte in den Restaurants, Cafés, Unterkünften und Läden der ländlichen Ostseeraumregionen positionieren. Dazu soll ein nachhaltiges und übertragbares Geschäftsmodell für Regionalvermarktungsinitiativen erarbeitet werden, das den B2B-Vertrieb der Produkte zwischen Produzenten und Handelspartnern erleichtert – einschließlich einer marktfähigen Online-Handelsplattform. Seminare und Coachings sollen konkrete Handlungsempfehlungen und Tipps für Marketing, Logistik, Vertrieb, Aufbewahrung, etc. geben.

Das Handbuch ist ab sofort auf deutsch erhältlich!

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Handbuch Regionale Produkte in der B2B-Vermarktung

Außerdem wurde im Projekt ein Bericht zum Status Quo der Regionalvermarktung in MV veröffentlicht! Die Grundlage des Berichts ist die Befragung von 10 Regionalvermarktungsinitiativen und 57 Handelspartner durch persönliche Intervievs und schriftliche Befragung per Online-Formular.

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Bericht zum Status Quo der Regionalvermarktung in MV


So funktioniert regionale Wertschöpfung - bestenfalls im Urlaubsland No1: Mecklenburg-Vorpommern!


Dossier Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen durch Kommunen, Kirchen, Universitäten und die Regionalisierung der Verpflegung in Kitas, Schulen, Mensen und Kantinen (AHV)

• Anlass

In den Städten Ribnitz-Damgarten und Barth geht das Verpachten von landwirtschaftlichen Flächen in eine neue Runde. Das wird in anderen Städten sicher nicht anders sein. Die Ostsee-Zeitung berichtete Ende Oktober mehrfach: „Weil aber niemand im Ausschuss so richtig über landwirtschaftliche Kenntnisse und Erfahrungen verfügt, tat sich das Gremium mit der Aufgabe schwer. Mit Matthias Hagge, Geschäftsführer der Landwirtschaftsgesellschaft Frauendorf mbH, saß allerdings ein Fachmann im Publikum und konnte zum einen oder anderen Sachverhalt konsultiert werden. Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig bedauerte die sehr spezielle Fragestellung und begründete sie mit den Vorgaben der Landgesellschaft MV, die in Hinblick auf die anstehende Neuverpachtung im kommenden Jahr abzuarbeiten sind. „Zum letzten Mal hatten wir uns um die Jahrtausendwende mit dem Thema befasst, danach wurde die Landwirtschaft wie ein Stiefkind behandelt. Weil sich seither die Bedingungen sehr geändert haben, müssen wir wieder zu geordneten Strukturen kommen. Deshalb wurden bereits Ende 2019 fristgemäße Kündigungen für die Pachtverträge verschickt.“

• Der Zusammenhang: Die Landverpächter sind auch Träger von Verpflegung in Einrichtungen, Mensen und Kantinen

Es ein guter Augenblick, zu begreifen, dass bei allen Ambitionen der Städte, Kirche und Unis auch an die Nachfrageseite nach gesunden regionalen und Bio-Produkten gedacht werden muss. Die Landeigentümer sollten in ihren AHV-Betrieben (Außerhausversorgung) und öffentlichen Versorgungen eine Regionalquote einführen und umsetzten.

Die Regionalbewegung MV begleitet solche Umstrukturierungen.

• Das sollten Entscheidungsträger in Kommunen, Kirchen und Unis wissen

NABU Angebot www.fairpachten.org für Kommunen und Kirchen (2019 f)

HANDREICHUNG ZUR VERPACHTUNG LANDWIRTSCHAFTLICHER NUTZFLÄCHEN - Hinweise und Empfehlungen für die Gemeindekirchenräte der EKBO (Kirche Berlin-BB, 2016) www.ekbo.de/fileadmin/ekbo/mandant/ekbo.de/1._WIR/10._Umwelt-und_Klimaschutz/Download-Bereich/Handreichung_web_Endfassung.pdf

NORDKIRCHE mit Sprengel Mecklenburg und Pommern:

  • Referent Landwirtschaft und Ernährung beim Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA) berät Kirchenkreise und Kirchgemeinden bei der Verpachtung und stellt Handreichungen zur Verfügung zur Landverpachtung (ca. 40.000 ha Ackerland in MV) https://infoportal-kirchenland.de/

Greifswalder Agrarinitiative www.gai-ev.de mit zukunftsfähige Optionen für die Eigentümer und Pächter

Vorschlag Vergabekriterien der Initiative Unser Land schafft Wandel, HGW www.unser-land-schafft-wandel.de/wp-content/uploads/2020/11/Vorschlag-ULSW-VergabeverfahrenKriterien.pdf

Handbuch "Agrarwende konkret - Wie wir die Landnutzung lokal umgestalten" - Städte, Gemeinden, Kirchen, und öffentliche Institutionen sind häufig Eigentümerinnen von Agrarflächen. Das öffentliche Land bietet eine riesige Chance für eine zukunftsfähige Landnutzung. Dieses Handbuch bietet hilfreiche Tipps zu Instrumenten und Strategien, um die Agrarwende vor Ort einzuleiten. Am Ende der Publikation finden sich auch weitere Quellen & Argumente zum Weiterlesen finc.de FINC-Stiftung gGmbH Greifswald

Biodiversitätsfördernde Maßnahmen im Projekt F.R.A.N.Z. www.franz-projekt.de/uploads/Downloads/Gesamt%C3%BCberblick%20Ma%C3%9Fnahmen_neu.pdf

Umweltinstitut München e.V. Hinweise für Pachtverträge für ökologische Landwirtschaft www.pestizidfrei-verpachten.de/wp-content/uploads/2018/06/Pachtvertr%C3%A4ge-f%C3%BCr-Bio-Landwirtschaft-2.pdf

Kommunen für die biologische Vielfalt: Bestpractise kommunale Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen www.kommbio.de/projekte/landwirtschaft/pachtvertraege/ mit zahlreichen Leitfäden und Publikationen www.kommbio.de/download/ z.B. Kommunale Biodiversitätsstrategien

Netzwerk der Ernährungsräte ernaehrungsraete.org

Politik für eine nachhaltigere Ernährung: Eine integrierte Ernährungspolitik entwickeln und faire Ernährungsumgebungen gestalten, Gutachten des Wissenschaftlichen Beirates für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) beim BMEL, Juni 2020 www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Ministerium/Beiraete/agrarpolitik/wbae-gutachten-nachhaltige-ernaehrung.pdf;jsessionid=7C63AACB405C65A6AF2F31BB470BF07D.internet2851

MEHR BIO IN KOMMUNEN - Ein Praxisleitfaden des Netzwerks deutscher Biostädte www.biostaedte.de/download/category/12-allgemeine-downloads

Die Atlanten zum Agrar-und Ernährungssystem: www.boell.de/sites/default/files/2020-02/agraratlas2019_III_web.pdf S. 43 GESUNDHEIT IN DER AGRARPOLITIK - Auswahl von Faktoren und Dynamiken in einem auf Ökologie, Landwirtschaft und Ernährung ausgerichteten System

In Rostock gab es am 28.08.2020 ein Seminar: Auf dem Weg zur Bio Kommune - Impulse und Austausch für kommunale Entscheider*innen | Ziele und Maßnahmen in der Flächenvergabe und Gemeinschaftsverpflegung | Mögliche Strategien und Koordinierung www.bund-mecklenburg-vorpommern.de/service/termine/detail/event/auf-dem-weg-zur-bio-kommune/ Veranstalter: Stadt Rostock, BUND, FINC-Foundation

Die Initiative „BioBitte“ – Für mehr „Bio“ in öffentlichen Küchen
Der Anteil von Bio-Lebensmitteln in der öffentlichen Außer-Haus-Verpflegung soll steigen. „BioBitte“ möchte alle Leiter*innen von Verzehreinrichtungen, Vergabestellen, Fachreferate und politische Entscheider*innen mit Hintergrundinformationen, Handlungshilfen und Netzwerk-Veranstaltungen unterstützen: https://www.oekolandbau.de/ausser-haus-verpflegung/stadt-land-und-bund/bio-bitte/.

• Zuarbeit von Ländlichfein e.V. im Namen der Regionalbewegung MV zur Vorpommernstrategie: Regionale Wirtschaftskreisläufe schließen

vorpommernbessermachen.de/topic/ideenkarte= mit folgendem Wortlaut:

Die Regionalbewegung MV hat ein Leitbild „Regional wirtschaften in Mecklenburg-Vorpommern“ entwickelt und arbeitet an einer Regionalitätsstrategie. www.regionalbewegung.de/landesverbaende/mecklenburg-vorpommern/leitbild-ziele/

Wir bitten Sie, sich mit der Vorpommernstrategie den Zielen anzuschließen. Insbesondere Städte, Gemeinden, Kirchen und die Uni Greifswald sind große Landeigentümer, Eigentümer landwirtschaftlicher Flächen und gleichzeitig Träger von Einrichtungen mit Essenversorgung in Kantinen, Mensen, Schulen, Kitas, stationären Klinik- und Pflegeeinrichtungen. Unterschiedliche Zuständigkeiten, lange Laufzeiten von Pacht und Ausschreibungen sorgen bei den Trägern dafür, dass kaum Verbindungen hergestellt werden zwischen der landwirtschaftlichen Produktion und der Verwertung in den eigenen Großküchen. Diese Kreisläufe müssen regional besser und bewußt geschlossen werden. Konkret schlagen wir daher für eine Vorpommernstrategie vor:

• Markterkundung: regionale Urproduktion auf landwirtschaftlichen Flächen öffentlicher Träger, regionale Produzenten und Veredler, Bedarfe der Außerhausverpflegung (AHV: Kantinen, Mensen, Schulen, Kitas, Kliniken, Pflegeeinrichtungen, … also in der Gemeinschaftsverpflegung)

• Gründung von Ernährungsräten - Arbeitsgruppen aus öffentlichen Trägern, Produzenten, Landwirten, Verbrauchern, … - zur Entwicklung einer regionalen/lokalen Ernährungsstrategie

• (Selbst)Verpflichtung öffentlicher Träger zu einer Regionalquote in der Gemeinschaftsverpflegung (z.B. 20% bis 2022, 50% bis 2025)

• Information und Weiterbildung für Abgeordnete und Verwaltungsmitarbeiter/innen – Verpachtung land- und forstwirtschaftlicher Flächen

• Wissensmanagement durch Leitfäden und Handbücher (in Kooperation mit Hochschulen Güstrow, Stralsund, Uni Greifswald, Städte- und Gemeindetag, Landesamtes für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei LALLF, …)

Wir gehen davon aus, wenn diese Regionalitätsstrategie systematisch verfolgt und gut kommuniziert wird, dann entwickelt sich auch das Verbraucherverhalten im privaten Bereich (Einzelhandel und Gastronomie). Damit wäre die Einführung von einer Regionalquote in der Gemeinschaftsverpflegung eine Schlüsselstrategie für eine komplexe Wirtschaftsentwicklung. Unsere Regionalbewegung MV begleitet die Prozesse gern und greift dabei auf Erfahrungen des Bundesverbandes Regionalbewegung zurück (Arbeit von Ernährungsräten, Ausschreibungen Gemeinschaftsversorgung mit Regionalquote, Einkaufskooperationen, Bezug regionaler Produkte, Kalkulation mit Bio und Regional in der Gemeinschaftsversorgung).

Stand: Dezember 2020


Qualitätsstandards in der Außer-Haus-Verpflegung

 

Die DGE-Qualitätsstandards (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) unterstützen Verantwortliche in Kindertagesseinrichtungen, Schulen, Betrieben, Krankenhäusern und Rehakliniken, Senioreneinrichtungen sowie Mitarbeiter von „Essen auf Rädern“ bei dem Angebot einer ausgewogenen Verpflegung. Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) entwickelte die DGE Qualitätsstandards für verschiedene Lebenswelten.

Die DGE-Qualitätsstandards erläutern praxisbezogen, was zu einer bedarfs- und bedürfnisorientierten Verpflegung gehört. Eine optimierte Lebensmittelauswahl und -häufigkeit werden erklärt, sowie Details zur Speisenplanung und -herstellung. Die DGE-Qualitätsstandards beinhalten Empfehlungen zur Nachhaltigkeit und benennen vier Dimensionen dazu: Ökologie, Gesellschaft, Wirtschaft und - im Zusammenhang mit Ernährung – zusätzlich auch Gesundheit.

DGE Vernetzungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern

• für Kita-Verpflegung

• für Schulverpflegung

• für Seniorenverpflegung (Vollverpflegung und Essen auf Rädern)

Die DGE-Vernetzungsstellen stehen als Ansprechpartner für alle Belange rund um eine ausgewogene und bedürfnisgerechte Ernährung und Verpflegung zur Verfügung.

Nach Bedarfsanalyse, was ist vorhanden, was wird benötigt, welche Akteure gibt es hierzu in MV, wollen die Vernetzungsstellen zielgruppenorientierte Schulungsangebote, Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen, wie Workshops, Seminare und Online-Seminare zur Verbesserung der Ernährungskompetenz von Verbrauchern sowie der Verpflegungskompetenz von Verantwortlichen in der Außer-Haus-Verpflegung anbieten. Ein wichtiges Handwerkszeug dabei sind die „DGE-Qualitätsstandards".

Kontakte & mehr Informationen

• Kita- und Schulverpflegung: www.dgevesch-mv.de/kontakt

• Senioren-Ernährung: dge-mv.de/html/vernetzungsstellen/