Parlamentarischer Abend der Regionalbewegung im Reichstagsgebäude des Deutschen Bundestages

Regionale Allianzen –
die Regionalbewegung in Deutschland formiert sich.

Berlin - Das Regionalmarketing Norder Fleisch, der Bundesverband der Regionalbewegung und der Club der bekennenden Fleisch- und Wurstesser veranstalteten am 18. Oktober im Reichstagsgebäude des Deutschen Bundestages in Berlin unter der Schirmherrschaft von Dr. h. c. Susanne Kastner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, einen Parlamentarischen Abend, bei dem sich rund 200 Abgeordnete, Staatssekretäre und weitere Vertreter aus Politik und Wirtschaft umfassend über die Regionalbewegung in Deutschland informieren ließen.

Die Berliner Veranstaltung rückte den ländlichen Raum als Lebens- und Arbeitsraum mit seinen spezifischen Chancen und Herausforderungen stärker als bisher in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der Bundespolitik.

Unter dem Motto „Regionale Allianzen“ zeigten Ostfriesen und Franken ihr kulinarisches Angebot aus der natürlichen Vielfalt ihrer Regionen. „Regionale Allianzen bündeln Produktion, Vermarktung und öffentliches Interesse für einzelne Arbeitsbereiche und stellen sich gemeinsam nach außen dar – sowohl bei den Regionalinitiativen vor Ort als auch auf Bundesebene“, erklärte Heiner Sindel, erster Vorsitzender des Bundesverbandes der Regionalbewegung. „Regionale Wirtschaftskreisläufe können durch regionale Bündnisse verschiedener Arbeitsbereiche angekurbelt und gestärkt werden“, so Sindel weiter.

Der Bundesverband der Regionalbewegung zeigte in Berlin, dass das Spektrum der Regionalbewegung weit über den Lebensmittelsektor hinausgeht. Ressortübergreifend vom regionalen Handwerk bis hin zu regionalen Dienstleistungen, von der Kommunalpolitik bis hin zu regionalen Finanzdienstleistern können sich ländliche Räume als starke und aktive Partner der Ballungsräume ihrer neuen Rolle anpassen.
Eine musikalische Inszenierung zeigte, dass Regionalität die beste Antwort auf die Schattenseiten der Globalisierung ist und dazu beitragen kann, dass Arbeitsplätze und Lehrstellen erhalten, gute Arbeitsbedingungen geschaffen und faire Preise gezahlt werden.

An diesem Abend spiegelten sich zwei recht unterschiedliche Landschaften in den Produkten wider und zeigten ein wenig von der Vielfalt regionaler Vermarktung.

Gerade angesichts der aktuellen Diskussion um Verbraucherschutz und Verbrauchersicherheit wird die regionale Vermarktung immer wichtiger. Mit regionalen Besonderheiten einzigartig zu bleiben und dieses auch nach außen in vielen Facetten zu präsentieren, ist entscheidend. „Gefragter denn je ist Fleisch von Tieren, deren Herkunft bekannt ist und die artgerecht gehalten werden“, betonte Enno Appelhagen vom Regionalmarketing Norder Fleisch in Ostfriesland.

Der Bundesverband der Regionalbewegung und dessen Bündnispartner nutzten den Parlamentarischen Abend im Deutschen Bundestag dazu, auf politischer Ebene einen wichtigen Schritt dahingehend zu machen, die Rahmenbedingungen für den regionalen Handel zu verbessern und kleinere und mittlere Verarbeitungsstrukturen zu sichern. Wenn regional wirtschaftende Unternehmen und Initiativen mehr Entfaltungsmöglichkeiten durch entsprechende politische Entscheidungen erhalten, kann Regionalität auf ein breites und tragfähiges Standbein gestellt werden, um ein Gegengewicht zu unkontrollierbaren Molochen zu schaffen, deren Winkelzüge nicht mehr nachvollziehbar sind.

Pressekontakt und Hintergrundinformationen:

Heiner Sindel, Bundesverband der Regionalbewegung
1. Vorsitzender
Tel. 09852- 13 81, Feuchtwangen
E-Mail: sindel@regionalbewegung.de


Enno Appelhagen, Regionalmarke
Norder Fleischting
Tel. 04931 – 30 11, Norden
E-Mail: schlachthofnord@aol.de

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