Goldenes Kalb vor dem Plenarsaal sorgt für große Verwunderung bei Politprominenz im Deutschen Bundestag

Berlin/Feuchtwangen. „Das erlebe ich hier im Deutschen Bundestag zum ersten Mal“. In diesem Sinn äußerten sich die zahlreich erschienenen Abgeordneten und Staatssekretäre bei einem Parlamentarischen Abend der Regionalbewegung in Berlin. 

Bereits bei den Aufbauarbeiten im Laufe des Tages blieben die Politiker im Foyer vor dem Plenarsaal stehen und wunderten sich über die überdimensionale Holzwaage, die dort mit viel Eifer und unter tosendem Lärm der letzten Soundchecks aufgebaut wurde. Gut ein Duzend Jugendliche aus dem fränkischen Feuchtwangen hüpften bei der Generalprobe ihrer Tanzaufführung am Vormittag in den Weg der Abgeordneten, die schmunzelnd das Geschehen beobachteten und sich über die Bedeutung des „Goldenen Kalbes“ auf der Waagschale erkundigten. Der Aufforderung, den Parlamentarischen Abend zu besuchen und sich dort überraschen zu lassen, sind viele gefolgt, wo sie die musikalische Inszenierung mit dem Titel „Der Tanz ums Goldene Kalb“ hautnah miterleben durften.

Verkleidet als Angehörige unterschiedlicher Berufsgruppen, vom Bauern bis hin zum Bänker, vom Metzger bis hin zum Klempner himmelte die Tanzgruppe das Goldene Kalb als Symbol für den maßlosen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen an. Sinnbildlich aufgewogen wurde das Goldene Kalb mit regionalen Erzeugnissen, fair gehandelten Produkten, bürgerschaftlichem Engagement und weiteren Symbolen des Regionalgedankens, um das Gleichgewicht auf unserer Erde durch nachhaltige Wirtschaftsweisen für kommende Generationen wieder herzustellen.

Großen Beifall ernteten alle beteiligten Akteure, die jetzt damit beschäftigt sind, die zahlreichen Anfragen nach einer Wiederholung anderenorts zu prüfen.

„Ich bewundere das Engagement der Jugendlichen, die diesen Abend so hervorragend gestaltet haben und aktiv die Regionalbewegung in Deutschland unterstützen“, unterstreicht Dr. Susanne Kastner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Schirmherrin der Veranstaltung.

Im Anschluss gab es im Abgeordnetenrestaurant ein reichhaltiges Buffet mit fränkischen und ostfriesischen Besonderheiten, die unter logistischen Meisterleistungen und mit schweißtreibendem Aufwand in die Bundeshauptstadt gebracht wurden. „Die Anstrengungen haben sich gelohnt“, freute sich Heiner Sindel, erster Vorsitzender des Bundesverbandes der Regionalbewegung. „So viele positive Rückmeldungen von unseren Gästen geben einem die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein.“

„Ein sehr unterhaltsamer und informativer Abend“, bestätigte auch Richard Bartsch, Bezirkstagspräsident in Mittelfranken, der extra zu diesem Anlass nach Berlin gereist war. Auch weitere Abgeordnete wie Josef Göppel (CSU), Ernst Bahr (SPD) oder Bernhard Brinkmann (SPD) lobten den ungewöhnlichen Parlamentarischen Abend, der „ruhig öfter in dieser Form stattfinden könnte“.

Ob die Verantwortlichen im Deutschen Bundestag noch einmal diesen Kraftakt mitmachen, sei dahingestellt. Zumindest hat die Veranstaltung für einigen Wirbel und viel Gesprächsstoff im Reichstag gesorgt und wird nicht nur den Beteiligten in guter Erinnerung bleiben.

Der Bundesverband der Regionalbewegung und dessen Bündnispartner nutzten den Parlamentarischen Abend im Deutschen Bundestag dazu, auf politischer Ebene einen wichtigen Schritt dahingehend zu machen, die Rahmenbedingungen für regionale Wirtschaftskreisläufe zu verbessern. Wenn regional wirtschaftende Unternehmen und Initiativen mehr Entfaltungsmöglichkeiten durch entsprechende politische Entscheidungen erhalten, kann Regionalität auf ein breites und tragfähiges Standbein gestellt werden, um ein Gegengewicht zur Globalisierung zu schaffen.

Pressekontakt und Hintergrundinformationen:
Heiner Sindel
Bundesverband der Regionalbewegung e. V.
1. Vorsitzender
Museumstraße 1
91555 Feuchtwangen
Tel. 09852-13 81 - Fax: 09852-61 52 91
E-Mail: sindel@regionalbewegung.de

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