Bundestreffen der Regionalbewegung in Feuchtwangen

Regionalinitiativen und Akteure der Regionalbewegung aus der ganzen Bundesrepublik trafen sich am Wochenende in Feuchtwangen zum dritten Bundestreffen de Regionalbewegung, um am gemeinsamen Netzwerk zur Förderung der Regionalität zu arbeiten. Das Motto "Regionen voller Energie" ist gleichzeitig Programm für die Aufbruchstimmung, die derzeit in der Regionalbewegung herrscht.

Heiner Sindel, der erste Vorsitzende des Bundesverbandes erklärte, dass er fest davon überzeugt ist, dass regionale Wirtschaftskreisläufe und Regionen als feste Größe in einer globalisierten Welt zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen werden. Regionen stünden für Arbeitsplätze, dezentrale Energieunabhänigkeit mit Pflanzenöl, Windkraft, Biomasse, Geothermie oder Sonnenenergie, Energieeinsparung durch kurze Wege, nachvollziehbare Produktqualität und Vielfalt einer gewachsenen Kulturlandschaft und böten einen wichtigen Stabilitätsfaktor.

Zum Auftakt besuchte der bayerische Umweltminister Dr. Werner Schnappauf die Veranstaltung und bezeichnete die Regionalbewegung als "Mainstream für zukünftige Entwicklung" im Sinne der Rio Agenda 21. Er sagte: "Naturschutzbewegungen und Regionalbewegungen, dass sind Grundlagen für Erfolg, für Lebensgrundlagen auf Dauer."

Zum Kongress eingeladen hatte der Bundesverband der Regionalbewegung und das Aktionsbündnis Tag der Regionen, welche in Kooperation mit Partnern wie dem Bundesverband Erneuerbare Energie, den Regionalmanagements in Bayern und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Regionalinitiativen die Tagung durchführten.

Die Tagungsteilnehmer informierten sich über Möglichkeiten der Vermarktung regionaler Produkte im Lebensmitteleinzelhandel, die Erhöhung regionaler Wertschöpfung durch Projekte der CMA (Centralen Marketing Agentur) und die Arbeit der Sparkassen als regionale Finanzdienstleister. Sie diskutierten die wirtschaftlichen Chancen, die für Regionen aus erneuerbarer Energie erwachsen, die Bewusstseinsbildung, die mit dem Kauf regionaler Produkte einhergehen muss und zogen Bilanz des Regionalmanagements.

Vor allem die vielen Projekte, die in den Arbeitsforen vorgestellt wurden, fanden regen Anklang und boten viel Diskussionsstoff. Ziel der Tagung war aber auch der persönliche Austausch und der Kontakt untereinander, denn Vieles, was in der einen Region gut läuft, kann auch auf eine andere übertragen werden.

Auch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sieht eine Chance in der Regionalbewegung. Ihr Vorsitzender Franz Josef Möllenberg, der ebenfalls die Tagung begleitete, formulierte zum Abschluss am Sonntag zusammen mit dem Feuchtwanger Dekan Helmut Müller die Verantwortung für Nachhaltiges Wirtschaften, denn er findet, dass "Geiz nicht geil ist, sondern Arbeitsplätze vernichtet".

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