Regionalbewegung in starker bundesweiter Allianz

Die bayerischen Staatsminister Werner Schnappauf und Josef Miller zeigten sich beeindruckt von der Themenfülle der Regionalbewegung.

Unter dem Motto "Das Leben im Dorf lassen! - für die Zukunft der Stadt" fand am 18. und 19. April in Feuchtwangen der Fachkongress für ländliche Räume des Bundesverbandes der Regionalbewegung statt. Über 150 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet verfolgten die Meinungen und Einschätzungen namhafter Referenten, die im wahrsten Sinne des Wortes "Nägel mit Köpfen" machten.

Vertreter von Handwerksorganisationen, Naturschutzgruppen, Kirchen, Lebensmitteleinzelhandel, Tierschutzbund, Bundes- und Kommunalpolitiker kamen in die Allianzschmiede nach Mittelfranken, um dem Bundesverband der Regionalbewegung den Rücken zu stärken.

Der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Millner setzte in seiner Eröffnungsrede auf die Zusammenarbeit von Land und Stadt. „Denn beide werden nur gemeinsam eine gute Zukunft haben“ ist er überzeugt und kündigt an, „ein großer Förderer der Regionalbewegung“ zu werden.

Die regionale Lebensmittelversorgung mit Metzgern und Bäckern, Brauern und Bauern soll Grundlage der zukünftigen Landesentwicklung sein. Dr. Frank Wetterich vom Deutschen Bauernverband betonte, dass regionale Produkte bereits aus der Nische heraus seien und für seinen Verband ein wichtiges Marktsegment darstellen. Der Geschäftsführer des Bayerischen Fleischerverbandes, Rolf Anger, unterstrich in seinen Ausführungen die enorme Bedeutung einer stabilen Beziehung zwischen Landwirtschaft, Metzgereien und Verbrauchern. Auch politische Vertreter, wie Gerd Stötzel, Vorsitzender der Europäischen Metropolregion Bremen-Oldenburg im Norden und Landrat des Landkreises Dieburg in Niedersachsen, bekräftigten ihre Absicht, die Land-Stadt-Beziehungen in Zukunft noch weiter zu intensivieren.

„Die in Feuchtwangen initiierten regionalen Allianzen müssen genutzt und vertieft werden, damit eine noch breitere Bewegung entstehen kann, um bundesweit Gehör zu finden“ erklärt Heiner Sindel, erster Vorsitzender des Bundesverbandes der Regionalbewegung.

Dieser Fachkongress war für den Bundesverband der Regionalbewegung die Auftaktveranstaltung für Arbeitsplattformen wie Nahversorgung, Stärkung von Innenstädten, regionalem Handwerk und Dienstleistungen sowie die Tourismusförderung in ländlichen Räumen. Die in breiter Thematik vorgestellten Grundsatzpositionen von den rund vierzig Verbandsvertretern, Organisationen und Gruppierungen, sollen in den nächsten Monaten fortgesetzt und vertieft werden. Ziel wird es sein, regionale Allianzen zu schmieden, um die relevanten Akteure aus Politik, Wirtschaft und Bürgergesellschaft zu verbinden.

„Der ländliche Raum erlebt derzeit durch die enorme Kraftanstrengung der Regionalbewegung eine Renaissance. Regionale Allianzen sind beispielhaft für gelebte Nachhaltigkeit“ unterstrich der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf in seiner Abschlussrede.

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